Günter Friedrich GmbH
Metallgießerei und Feinwerktechnik
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Sandguss

Formkasten mit Sandform Erstellung von Gusskernen

Die Erstellung von Teilen im Sandgussverfahren macht c.a. 90% unserer Produkte aus. Ausgehend von einem Prototypen, der bei uns in der Regel mit unserem 3-D- Plotter erstellt wird, nehmen wir davon eine Sandform ab. Diese Sandform erfordert zunächst einen passend großen Formkasten, der den Sand aufnimmt. In diesen Formkasten kommt der Prototyp woraufhin der verbleibende Raum mit einem speziellen Sand gefüllt wird. Der Tonanteil des Sandes ist dafür verantwortlich, das der Sand unter Druckeinwirkung verfestigt wird und – nach Herausnahme des Prototypen die Gussform erhalten bleibt. Um Hohlräume im Gussteil zu erhalten, benötigt man Kerne. Man benötigt pro Sandform bzw. Gussteil einen Kern, der genau so, wie die Sandform beim Herausholen des abgekühlten Gussteils zerstört wird, weswegen man beim Sandgussverfahren auch von einer „verlorenen Form“ spricht. Das Verfestigen des Kerns, der ebenfalls aus Sand besteht, bezeichnet man als „Kernschießen“.

Nachdem der Kern an der Richtigen Stelle in der Form positioniert worden ist, wird der Formkasten mit den beiden Hälften der Gussform geschlossen und anschließend die flüssige Schmelze eingegossen. Hauptsächlich werden Legierungen aus Aluminium, Silizium und Magnesium verarbeitet. Diese werden mit einer Temperatur von ca. 730°C in die Formen gegossen. Nach dem Abkühlen werden der Formkasten und der umgebende Sand entfernt und das Gussteil kann weiterbearbeitet werden.

Sandform mit Gusskern Einfüllen der flüssigen Schmelze

Die Formkästen und auch der Sand werden natürlich weiterverwendet. Der Sand hat ursprünglich die gewohnte „sandgelbe“ Färbung, welche mit den einzelnen Gießvorgängen zunehmend dunkler wird, um schließlich gänzlich schwarz zu werden. Diese Färbung rührt von feinen Metallrückständen die am Sand haften bleiben, aber dessen weiterer Verwertung nicht hinderlich sind.